Andrade, Lydia
Lydia Nunes Martins Andrade
* 20. Februar 1999 in Grabs
Position:
Angriff
Aktueller Verein:
1. FC Köln/De (Vertrag bis 2027)
Bisherige Vereinsstationen:
7/2009-7/2014 FC Haag
7/2014-2/2016 FC St. Gallen
2/2016-7/2022 FC Zürich
7/2022-7/2023 SV Meppen/De
7/2023-7/2025 RB Leipzig/De
Vereinserfolge:
Schweizer Meisterin 2021/2022 (mit FC Zürich)
Schweizer Cupsiegerin 2021/2022 (mit FC Zürich; 4:1 gegen GC); dazu Finalistin 2020/2021 (0:2 gegen Luzern)
Schweizer Doublegewinnerin 2021/2022 (mit FC Zürich)
Total 46 Spiele in der Schweizer AWSL, 16 Tore
Total 39 Spiele in der Schweizer NLB, 17 Tore
Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League 2019/2020 und 2020/2021 (mit FC Zürich; jeweils 1. Runde); dazu Teilnahme an der Qualifikation 2021/2022 (mit FC Zürich)
Nationalteam:
Erstes Länderspiel: 9. April 2024 in Baku gegen Aserbaidschan (4:0)
Keine Nachwuchs-Länderspiele
Infos:
Lydia Andrade ist schweiz-angolanische Doppelbürgerin
Im Sommer 2016 wechselte sie zum FC Zürich und spielte dort zunächst im U21-Team in der Nationalliga B. Einziger Einsatz im Fanionteam blieb zunächst ein Zweitrundenspiel gegen den FC Luzern im Schweizer Cup am 25. September 2016. Erst ab der Saison 2019/2020 kam sie zu regelmässigen Teileinsätzen in der obersten Schweizer Liga. Ihr Debüt erlebte sie am 18. September 2019 bei einem 2:1-Sieg im Derby gegen die Grasshoppers. In derselben Saison wurde sie auch erstmals in der UEFA Women’s Champions League eingesetzt.
Nach der erfolgreichen Saison 2021/2022, die mit dem nationalen Double für die FCZ-Frauen endete, wechselte sie zu Aufsteiger SV Meppen in die deutsche Frauen-Bundesliga. Ihre Premiere feierte sie am 18. September 2022 bei einem Heimspiel gegen den SC Freiburg, als sie bei der 1:2-Niederlage von Beginn weg spielte. In jenem Spiel gelang ihr auch gleich ihr erstes Bundesliga-Tor.
Schon nach einer Saison wechselte sie im Sommer 2023 zu Ligakonkurrent RB Leipzig, wo sie sich ebenfalls durchsetzen konnte und regelmässig zum Einsatz kam.
Ihr erstes Frauen-A-Länderspiel erlebt sie im Rahmen der EM-Qualifikation am 9. April 2024 in Baku gegen Aserbaidschan. Sie ist zu diesem Zeitpunkt bereits 25-jährig und war zuvor nie für eine nationale Auswahl berücksichtigt worden. Die Schweiz gewinnt 4:0, Andrade wird von Nationaltrainerin Pia Sundhage zur Pause für Seraina Piubel eingewechselt.
In der Spielzeit 2024/2025 kam sie in Leipzig zu weniger Einsätzen und wechselte deshalb im Sommer 2025 zum 1. FC Köln. Auch dort war sie meist «nur» Ersatzkraft und wurde in elf Bundesligaspielen gar nicht eingewechselt. Hintergrund war auch eine Verletzung am Syndesmoseband, die sie noch in Leipzig erlitten hatte. Dies war letztlich auch der Grund, warum sie für eine Nomination für die UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz nicht berücksichtigt wurde.
Erst zum Saisonende durfte sie gleich viermal von Beginn an auf dem Platz stehen. Trainerin Britta Carlsson hatte einen Weg gefunden, um die Schnelligkeit Andrades besser nutzen zu können – so skorte in jedem Spiel, meist auf steile Pässe in die Tiefe, so dass der «FC» die Saison auf dem 7. Platz, einer Vereinsbestmarke, abschliessen konnte.
Der gute Saisonabschluss in Köln führte auch zur Rückkehr ins Schweizer Nationalteam im Juni 2026.