Embolo, Breel Donald

Breel Donald Embolo

* 14. Februar 1997 in Yaoundé/Kam

Position: Stürmer

Aktueller Verein:
AS Monaco/Fr (Vertrag bis 2026)

Vereinsstationen:
9/2006 - 1/2008 FC Nordstern
2/2008 - 3/2010 BSC Old Boys
4/2010 - 6/2016 FC Basel 1893
7/2016 - 6/2019 FC Schalke 04/De
7/2019 - 7/2022 Borussia Mönchengladbach/De

Vereinserfolge:
Schweizer Meister 2014, 2015 (mit FC Basel 1893)
Schweizer Cupfinalist 2014 (mit FC Basel 1893; ohne Einsatz), 2015 (mit FC Basel 1893)
Champions League Teilnahmen 2014/2015 (FC Basel; Achtelfinal), 2018/2019 (FC Schalke 04; Achtelfinal)
Europa League Teilnahmen 2013/2014 (FC Basel 1893; Viertelfinal), 2015/2016 (FC Basel 1893; Achtelfinal), 2016/2017 (FC Schalke 04; Viertelfinal), 2019/2020 (Borussia Mönchengladbach/De; Gruppenphase)
SFL Awards Best Youngster und Publikumsliebling 2014
SFL Awards Best Player und Publikumsliebling 2015

Nationalmannschaft:
Erstes Länderspiel: 31. März 2015 gegen die USA in Zürich (1:1)
WM-Teilnahmen: 2018 (Achtelfinal), 2022 (Achtelfinal)
EURO-Teilnahmen: 2016 (Achtelfinal), 2020/2021 (Viertelfinal), 2024 (Viertelfinal)

4 Spiele für die Schweizer U21 (0 Tore)
3 Spiele für die Schweizer U20 (0 Tore)
4 Spiele für die Schweizer U16 (1 Tor)

Infos:
Breel Embolo wurde in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé geboren, siedelte noch im Kindesalter mit seiner Mutter in die Schweiz über und wuchs in Basel auf. Beim FC Nordstern machte er seine ersten fussballerischen Erfahrung und wechselte im Frühjahr 2010 in die Nachwuchsabteilung des FC Basel. Dort feierte er mit der U14 gleich den ersten internationalen Erfolg. Beim "Danone Nations Cup", der inoffiziellen Club-WM für Teams dieser Alterskategorie, verlor er nach sieben Siegen in der Vor- und K.o. Runde erst beim Final im südafrikanischen Kapstadt (vor 35 000 Zuschauern...) gegen den Gastgeber mit 0:2. 2013 holte er mit der U16 des FC Basel das Double.

Da er noch über keinen Schweizer Pass verfügte, konnte er nach vier Einsätzen für die Schweizer U16 fortan nicht mehr für die Nachwuchsauswahlen eingesetzt werden. Erst im Jahr 2014 kehrte er auf Stufe U20 und U21 in die Auswahlen zurück.

Am 13. März 2014 debütierte er unter Trainer Murat Yakin in der Europa-League-Partie gegen Red Bull Salzburg in der ersten Mannschaft des FC Basel. Am 16. März 2014 folgte das Debüt in der Schweizer Super League. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er gleich sein erstes Tor zum 5:0-Schlussresultat.

Am 4. November 2014 erzielte er gegen PFC Ludogorets Razgrad sein erstes Tor in der UEFA Champions League. Mit 17 Jahren und 263 Tagen war er der sechstjüngste Spieler, der je in diesem Wettbewerb getroffen hat. Er ist einer der acht jüngsten Spieler, die in diesem Wettbewerb ihr Debüt gaben.

Nach seiner Einbürgerung, die mehrere Monate in Anspruch nahm, entschied er sich im Dezember 2014, fortan für das Schweizer A-Nationalteam zu spielen. Auch Kamerun, allen voran Nationaltrainer Volker Finke, hatte sich intensiv um die Dienste des Stürmertalents bemüht.

Am Tag seines 18. Geburtstages, am 14. Februar 2015, verlängerte er als Volljähriger seinen Vertrag beim FC Basel bis ins Jahr 2019.

Am 31. März 2015 debütierte er unter Nationaltrainer Vladimir Petkovic in einem Heimtestspiel gegen die USA für das Schweizer Nationalteam. In den Tagen zuvor war von der FIFA die entsprechende Bewilligung zum Nationenwechsel eingegangen.

Mit dem FC Basel holte er am Ende der Saison 2014/2015 seinen zweiten Meistertitel. Als Nachfolger des zurücktretenden Captains Marco Streller kam er in dieser Saison vermehrt auch von Anfang an zum Einsatz. Der Cupfinal gegen den FC Sion ging jedoch mit 0:3 klar verloren.

Im Winter 2015/2016 buhlte der deutsche Bundesligist VfL Wolfsburg/De heftig um die Dienste des Schweizer Stürmers und hinterlegte eine Offerte um angeblich 25 Millionen Franken. Der FC Basel lehnte das Angebot in Rücksprache mit dem Spieler jedoch ab.

Von Vladimir Petkovic wurde er für die EURO 2016 aufgeboten und kam in allen vier Schweizer Partien zu einem Teileinsatz, im Gruppenspiel gegen Frankreich stand er in der Startformation.

Nach der EURO gab Embolo seinen Wechsel zum deutschen Bundesligisten FC Schalke 04 auf die Saison 2015/2016 hin bekannt. Er unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag. Zuvor hatte auch Bundesliga-Aufsteiger Red Bull Leipzig heftig um seine Dienste geworben. Die Ablöse für Embolo soll rund 27 Millionen Franken betragen haben. Er ist damit der teuerste Spieler, der je aus der Schweizer Super League transferiert worden ist.

Am 14. Oktober 2016 zog er sich nach einem Foul im Bundesliga-Spiel gegen Augsburg einen Wadenbeinbruch verbunden mit Rissen des Syndesmose- und Innenbandes, zu und fiel für den restlichen Verlauf der Saison aus. Ende Mai 2017 beteiligte er sich als "Gast" am Zusammenzug des Nationalteams im Hinblick auf das Testspiel gegen Weissrussland und das WM-Qualifikationsspiel auf den Färöern. Sein Comeback im Nationalteam erfolgte am 7. Oktober 2017 im WM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn. Beim FC Schalke 04 hatte er zu jener Zeit unter dem Trainer Domenico Tedesco einen schweren Stand und kam nur selten zu Teileinsätzen.

Von Nationaltrainer Vladimir Petkovic wurde er für die WM 2018 berücksichtigt, spielte in allen Partien der Schweiz gegen Brasilien (1:1), Serbien (2:1), Costa Rica (2:2) und im Achtelfinal gegen Schweden (0:1), nur gegen Costa Rica allerdings über die ganze Distanz. Während der WM wurde er erstmals Vater von Tochter Naliya.

In der Saison 2018/2019 erlitt Embolo beim FC Schalke 04 neuerlich eine schwere Verletzung und fiel wegen seines Mittelfussbruchs rund drei Monate aus. Schalke erlebte eine schwierige Saison und wechselte im Frühjahr den Trainer, als Huub Stevens Domenico Tedesco ablöste, um den Verein aus der Abstiegszone zu führen.

Im Juni 2019 musste Breel Embolo für die "Final Four" der UEFA Nations League Forfait geben. Er liess seinen Fuss in Miami noch einmal behandeln. Am 28. Juni 2019 unterzeichnete er beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach einen Vierjahresvertrag. Der Verein kaufte den Stürmer für rund 11 Millionen Franken aus dem bei Schalke 04 noch bis 2021 laufenden Arbeitsverhältnis.

Für die von 2020 auf 2021 verschobene EURO wurde er von Nationaltrainer Vladimir Petkovic nominiert. Die Schweiz erreichte erstmals in ihrer Geschichte den Viertelfinal und schied dort gegen Spanien erst im Penaltyschiessen aus. Embolo kam in allen fünf Partien der Schweiz gegen Wales (1:1), Italien (0:3), Türkei (3:1), Frankreich (Achtelfinal, 3:3 n.V., 8:7 n. Pen.) und Spanien (Viertelfinal, 1:1 n.V., 2:4 n. Pen.) zum Einsatz. In der Startpartie gegen Wales erzielte er den Schweizer Treffer, im Viertelfinal gegen Spanien musste er wegen einer Muskelverletzung nach 23 Minuten ausgewechselt werden.

Im Sommer 2022 entschloss sich Breel Embolo zu einem Wechsel in die französische Ligue 1 und unterzeichnete bei der AS Monaco einen Vertrag bis 2026. Die Ablöse aus dem noch bis 2024 laufenden Arbeitsverhältnis bei Borussia Mönchengladbach soll 11,5 Millionen Franken betragen haben.

Im Winter 2022 wurde er von Nationaltrainer Murat Yakin für den FIFA World Cup in Katar aufgeboten. Die Schweiz scheiterte nach überstandener Vorrunde (1:0 gegen Kamerun, 0:1 gegen Brasilien, 3:2 gegen Serbien) im Achtelfinal gegen Portugal mit 1:6. Embolo stand in allen vier Partien in der Startformation, erzielte den Siegtreffer gegen Kamerun und traf auch gegen Serbien.

Anfang August riss sich Breel Embolo das Kreuzband im rechten Knie. Am 11. August 2023 wurde er in Lyon operiert und musste mehrere Monate pausieren. Nach seinem Comeback im Frühjahr 2024 erlitt er nach wenigen Einsätzen einen Muskelfaserriss.

Trotzdem gehörte er zum Schweizer Aufgebot. In der Vorrunde blieb die Schweiz in den Partien gegen Ungarn (3:1), Schottland (1:1), Deutschland (1:1) ungeschlagen. Der Achtelfinal gegen Italien wurde nach einer überzeugenden Leistung mit 2:0 gewonnen. Im Viertelfinal bedeute das 1:1 n.V., 3:5 n. Pen. gegen England das Aus für das Schweizer Team. Embolo wurde in der ersten Partie noch geschont und kam erst in der Schlussphase zum Einsatz, in dem ihm aber noch das Tor zum 3:1 gelang. In den weiteren vier Partien zählte er zur Startformation. Im Viertelfinal gegen England brachte er die Schweiz mit 1:0 in Führung.

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