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Brigger, Jean-Paul

Jean-Paul Brigger

* 14. Dezember 1957

Position: Stürmer

Nationalmannschaft
36 Länderspiele, 4 Tore
Erstes Länderspiel: 5. Mai 1979 gegen DDR in St. Gallen (0:2)
Letztes Länderspiel: 14. Dezember 1988 gegen Ägypten in Kairo (3:1)

Vereinsstationen
7/1970-7/1973 FC St. Niklaus
8/1973-4/1974 FC Raron
4/1974-7/1975 FC St. Niklaus
7/1975-6/1977 FC Visp
7/1977-6/1982 FC Sion
7/1982-6/1985 Servette FC
7/1985-6/1992 FC Sion

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1985 (mit Servette FC), 1992 (mit FC Sion)
Schweizer Cupsieger 1980, 1982 (mit FC Sion), 1984 (mit Servette FC), 1986, 1991 (mit FC Sion); weitere Finalteilnahme 1983 (mit Servette FC)
Schweizer Fussballer des Jahres 1992
Torschützenkönig NLA 1983 (mit 23 Toren)
Total 385 Spiele in der NLA, 141 Tore

Diverses
Jean-Paul Brigger wuchs im Walliser Dorf St. Niklaus auf, wo er auch seine ersten Juniorenjahre als Fussballer verbrachte. Nach zwei Jahren beim FC Visp schloss er sich 1977 dem FC Sion an, mit dem er 1980 und 1982 seine ersten beiden Cuptitel feiern konnte.

Sein erstes Länderspiel bestritt Brigger am 5. Mai 1979 auf dem St. Galler Espenmoos in der EM-Qualifikation gegen die damalige DDR. Brigger wurde zur Pause ausgewechselt, das Spiel endete mit einem 0:2. Wie oft in jenen Jahren verpasste die Schweiz auch die Qualifikation für die EM 1980.

Sein erstes Tor im rot-weissen Auswahltrikot gelang Brigger am 9. März 1982 gegen Liechtenstein. Diese Partie war wegen einer Sperre gegen Gianpietro Zappa kurzfristig angesetzt worden und galt lange nicht als offizielles Länderspiel. Erst 2009 wurde diese Partie, der erste internationale Vergleich einer Auswahl Liechtensteins, nachträglich in die Liste der offiziellen Schweizer Länderspiele aufgenommen. Die Schweiz gewann nur knapp mit 1:0, Brigger hatte in der 7. Minute getroffen.

1982 erfolgte der Wechsel zum Servette FC – auch dort konnte Brigger zwei Titel feiern, 1984 den Cupsieg gegen Lausanne-Sports (1:0 n.V.) und 1985 seine erste Meisterschaft.

1983 sorgte er im Cupfinal des Servette FC gegen GC für ein Kuriosum. Kurz vor Schluss ermöglichte er mit einem völlig missglückten Befreiungsschlag das Tor zum 2:2-Ausgleich der Zürcher. Der Final musste wiederholt werden, GC gewann mit 3:0.

1985 kehrte er zum FC Sion zurück und holte sich zwei weitere Cupsiege (1986 und 1991), wobei er beim letzten Final gegen YB als Verteidiger wirkte. Sion lag zur Pause 0:2 zuürck, konnte das Spiel aber dank Toren von Davide Orlando und Alexandre Rey noch wenden.

Am 14. Dezember 1988 bestritt Brigger in Ägypten sein letztes Länderspiel für die Schweiz. In 36 Partien hatte der Walliser viermal getroffen, neben dem Tor gegen Liechtenstein 1982 auch gegen Jugoslawien am 26. Oktober 1983, in der EM-Qualifikation gegen Belgien am 9. November 1983 und am 15. November 1986 beim 2:3 auswärts gegen Italien in Mailand, als er mit einem Traumschuss den italienischen Keeper Walter Zenga zu bezwingen wusste.

1992 wurde Brigger ein zweites Mal Schweizer Meister – und gleichzeitig Schweizer Fussballer des Jahres. Sion, nach der Qualifikation nur Dritter, war das beste Team der Finalrunde und holte sich den Titel. Für Brigger war die Ehrung zum Fussballer des Jahres nach der Auszeichnung zum Torschützenkönig in der Saison 1982/83 sein zweiter individueller Titel im Trikot des FC Sion.

In der Saison 1992/93 übernahm er im direkten Anschluss an seine Spielerkarriere beim FC Sion das Traineramt, wurde jedoch im Dezember von Präsident Christian Constantin entmachtet.

Im März 1993 wurde er Spielertrainer beim Erstligisten FC Naters und danach, im Sommer 1994, während knapp drei Jahren Cheftrainer beim FC Luzern. Am Ende der Saison 1995/96 wollte er zunächst den Trainerposten zugunsten eines Mandates als U21-Trainer der Schweiz abgeben, kam aber auf seinen Entscheid zurück und verlängerte beim FC Luzern bis 1998. Im März 1997 musste er den Club indes vorzeitig entlassen.

Jean-Paul Brigger arbeitet seit 1999 als Chef der Technischen Entwicklung für die FIFA und war enger Vertrauter des langjährigen Präsidenten Joseph S. Blatter. Er leitet unter anderen die technische Studiengruppe der FIFA, die die Grossanlässe in punkto Technik und Trends analysiert

In seinem Heimatdorf St. Niklaus ist einer der drei Sportplätze nach Jean-Paul Brigger benannt

Ab 1. Januar 2004 gab Brigger ein kurzes Gastspiel als Sportdirektor des Grasshopper Club Zürich, das nur knapp ein Jahr dauerte.